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DFG verlängert Klinische Forschungsgruppe zur Untersuchung von Bauchspeicheldrüsenkrebs an der UMG

Klinische Forschungsgruppe 5002 der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) „Charakterisierung und Targeting der Genomdynamik für eine Subtyp-spezifische Therapie des Pankreaskarzinoms“ wird für weitere vier Jahre gefördert. Die beantragte Fördersumme beträgt rund sechs Millionen Euro.

Presseinformation zum Thema "DFG verlängert Klinische Forschungsgruppe zur Untersuchung von Bauchspeicheldrüsenkrebs an der Universitätsmedizin Göttingen"
Bauchspeicheldrüsenkrebs schneller erkennen und gezielter behandeln, das ist das Ziel der KFO 5002. Foto: umg/plha
Presseinformation zum Thema "DFG verlängert Klinische Forschungsgruppe zur Untersuchung von Bauchspeicheldrüsenkrebs an der Universitätsmedizin Göttingen"
Prof. Dr. Elisabeth Heßmann und Prof. Dr. Volker Ellenrieder. Foto: um/plha

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Förderung der Klinischen Forschungsgruppe (KFO) 5002 „Charakterisierung und Targeting der Genomdynamik für eine Subtyp-spezifische Therapie des Pankreaskarzinoms“ an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) um weitere vier Jahre verlängert. Die KFO 5002 erforscht dynamische Veränderungen des Genoms des Bauchspeicheldrüsenkrebses, auch Pankreaskarzinom (PDAC) genannt, um neue Therapieansätze für die Behandlung der betroffenen Patient*innen zu identifizieren. Die beantragte Fördersumme beträgt rund sechs Millionen Euro.

Klinische Forschungsgruppe KFO 5002 an der UMG
Mit einer Fünf-Jahres-Überlebensrate von unter zehn Prozent gilt das PDAC als eine der größten klinischen Herausforderungen der modernen Krebsmedizin. Hauptursachen für die ungünstige Prognose sind vor allem das aggressive Tumorwachstum und die ausgeprägte Therapieresistenz des PDAC. Beide Aspekte werden maßgeblich durch Veränderungen der Genomdynamik kontrolliert. Hierzu zählen unter anderem Mechanismen der Genkontrolle wie zum Beispiel die Transkription, ein Prozess, der für das Ablesen der genetischen Information verantwortlich ist, sowie Mechanismen der DNA-Reparatur, die beschädigte Bereiche in der DNA erkennen und korrigieren.

Ziel der KFO 5002 ist die Charakterisierung der mechanistischen Grundlagen, der tumorbiologischen Konsequenzen und des therapeutischen Potentials veränderter Genomdynamikprozesse im PDAC. Die Forschungsinitiative basiert auf der langjährigen wissenschaftlichen Expertise auf den Gebieten der PDAC-Forschung und der Genomdynamik und spiegelt somit zwei zentrale Forschungsschwerpunkte der UMG wider. Die sieben eng verzahnten wissenschaftlichen Projekte der KFO 5002 werden durch zwei Zentralprojekte unterstützt, die präklinische Modelle generieren und charakterisieren sowie Sequenzierungs- und biomedizininformatische Datenbanken umfassen. In der ersten Förderperiode hat die KFO 5002 verschiedene präklinische Modelle entwickelt wie beispielsweise Miniorgane, sogenannte Organoide, die basierend auf Patient*innenmaterial hergestellt wurden. Ziel ist es, die Daten aus der molekularen Charakterisierung dieser Patient*innenmaterial-basierten Modelle gemeinsam mit experimentellen und klinischen Daten zu analysieren, um ein umfassendes Bild der Tumorbiologie zu erhalten und das PDAC besser behandeln zu können. Darüber hinaus wurden mithilfe moderner Technologien und begünstigt durch eine enge Kooperation der beteiligten Wissenschaftler*innen wesentliche Erkenntnisse über die Rolle von Genomdynamikveränderungen im PDAC gewonnen. „Unsere Ergebnisse aus der ersten Förderphase unterstreichen die Bedeutung von Genomdynamikaspekten für die Biologie, Prognose und Therapie des PDAC“, sagt Prof. Dr. Elisabeth Heßmann, wissenschaftliche Leiterin der KFO 5002, die im Rahmen der DFG-Förderung eine Professur für Genomdynamik im Pankreaskarzinom erhalten hat. „Unsere Erkenntnisse tragen dazu bei, individuelle Behandlungskonzepte für die betroffenen Patientinnen und Patienten zu entwickeln, die die molekularen Veränderungen des Tumors berücksichtigen“, sagt der Sprecher der Klinischen Forschungsgruppe Prof. Dr. Volker Ellenrieder, Direktor der Klinik für Gastroenterologie, gastrointestinale Onkologie und Endokrinologie der UMG. „Wir freuen uns sehr, dass die DFG diese wichtige Forschung weiterfinanziert“, so Prof. Dr. Ellenrieder.

In der zweiten Förderphase wird die KFO 5002 die bereits gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnisse und strukturellen Entwicklungen nutzen und ausbauen. Darüber hinaus strebt die KFO 5002 an, wissenschaftliche Ergebnisse ihrer Arbeit in klinische Studien zu überführen. Eine erste klinische Studie, die maßgeblich auf Ergebnisse der ersten Förderphase der KFO 5002 beruht, befindet sich bereits in der Initiierung.

In der KFO 5002 kooperieren 15 Grundlagenwissenschaftler*innen und Kliniker*innen aus der Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie, Gastroenterologie, gastrointestinale Onkologie und Endokrinologie, Humangenetik, Medizininformatik, Medizinischen Statistik sowie Molekularen Onkologie und Pathologie.

Weitere Informationen zur KFO 5002 unter: https://gccc.umg.eu/kfo5002


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Klinik für Gastroenterologie, gastrointestinale Onkologie und Endokrinologie
UniversitätsKrebszentrum Göttingen
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Telefon 0551 / 39-62300
volker.ellenrieder(at)med.uni-goettingen.de

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