Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED)

Morbus Crohn (MC) und Colitis ulcerosa (CU)

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Der Morbus Crohn (MC) und die Colitis ulcerosa (CU) sind chronisch-entzündliche Darmerkrankungen. In Deutschland sind etwa 50–70 Personen pro 100.000 Einwohner von einer dieser chronischen Erkrankungen betroffen. Beide Erkrankungen können bereits im Jugendalter beginnen, der Altersgipfel liegt jedoch im dritten Lebensjahrzehnt.

Unsere Schwerpunktambulanz gewährleistet Patient*innen eine optimale Betreuung durch ein festes Ärzteteam unter Einsatz einer leitliniengerechten sowie differenzierten und individualisierten Behandlungsstrategie. Bei der Betreuung unserer Patient*innen streben wir immer eine enge Abstimmung und Zusammenarbeit mit dem behandelnden Hausarzt, Internisten und ggf. Gastroenterologen an.

Symptome

Die CED können mit schweren Darmentzündungen einhergehen, die sich mit Bauchkrämpfen, blutigen und/oder schleimigen Durchfällen bemerkbar machen. Auch außerhalb des Darmes können Beschwerden wie Gelenkschmerzen, Haut- oder Augenentzündungen sowie Gallengangsveränderungen auftreten.

Diagnose

Die Diagnose stützt sich auf mehrere diagnostische Säulen, welche maßgeblich die vom Betroffenen berichteten Beschwerden miteinbeziehen sowie umfangreiche Laboruntersuchungen und die Endoskopie des unteren Magen-Darmtraktes (Koloskopie einschließlich Ileoskopie) sowie des oberen Magen-Darmtraktes (Spiegelung von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm), eine Ultraschalluntersuchung und ggf. die Kernspinuntersuchung des Darms und des Beckens umfassen. Sämtliche Untersuchungen werden in der Universitätsmedizin Göttingen angeboten und routinemäßig durchgeführt. Um unangenehme und belastende Doppeluntersuchungen zu vermeiden, ist es wichtig, dass bei der Erstvorstellung Kopien der bisherigen Untersuchungsergebnisse vorgelegt werden.

Therapie

Die medikamentösen Therapiemöglichkeiten der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen konnten in den letzten Jahren deutlich verbessert werden. Diesbezüglich ist vor allem die Einführung der sogenannten TNF-Alpha- und Integrin-Antikörper zu nennen.

Trotz zunehmend optimierter medikamentöser Therapiealternativen ist in einigen Fällen eine Operation im Verlauf nicht zu vermeiden.

In der Universitätsmedizin Göttingen werden komplexe CED-Patient*innen in einer interdisziplinären Konferenz mit Ärzten aus den Abteilungen der Viszeralchirurgie, Radiologie und Pathologie diskutiert und die optimale Therapiestrategie festgelegt.

Darüber hinaus führen wir klinische Studien mit verschiedenen Fragestellungen durch, welche als Ziel haben, neue nicht-invasive diagnostische Methoden und Vorhersageparameter für die individuell geplante Therapie zu etablieren.

Terminvereinbarung & Kontakt

Termin in der Ambulanz

Sie haben Interesse an einer ambulanten Behandlung oder wünschen eine Zweitmeinung? Wir sind gerne für Sie da! Vereinbaren Sie Ihren Termin unter 0551 3965303.

Sprechzeiten sind dienstags, donnerstags und freitags.

Bereichsleiterin CED

Dr. med. Nina Gliem

Dr. med. Nina Gliem
  • Oberärztin

    DGVS-Zertifikat Neurogastroenterologie & Motilität

    Bereichsleiterin chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

    Bereichsleiterin gastroenterologisches Funktionslabor

Leitender Oberarzt

Prof. Dr. med. Ahmad Amanzada

Prof. Dr. med. Ahmad Amanzada

Kontaktinformationen

  • Leitender Oberarzt und stellvertretender Direktor der Klinik für Gastroenterologie, gastrointestinale Onkologie und Endokrinologie

    Sektionsleiter Interventionelle onkologische Endoskopie

    Bereichsleiter Klinische Infektiologie

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Facharzt

Dr. med. A. Sasse, MBA

Dr. med. A. Sasse, MBA
  • Facharzt für Innere Medizin

    Zusatzbezeichnung Notfallmedizin

    Master of Business Administration (MBA)

    Qualitätsmanagementbeauftragter (QMB)

    Antibiotic Stewardship-Beauftragter (ABS-Beauftragter)

    DEGUM - Stufe I (Gebiet Innere Medizin)

Assistenzarzt

Dr. med. Christoph Ammer-Herrmenau

Dr. med. Christoph Ammer-Herrmenau
  • Assistenzarzt

    Antibiotic Stewardship-Beauftragter (ABS-Beauftragter)

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